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Studentenjob: IT, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler (BWL, VWL)

Der Studentenjob gehört für die meisten Studenten zum Alltag. Aber was unterscheidet einen Job als Werkstudent von einem beliebigen Nebenjob? Welche Arbeitszeitregelungen sind zu beachten?

Studentenjob als Werkstudent

Die Werkstudenten unter den Jobbern verfolgen mehrere Ziele gleichzeitig. Als Arbeitskräfte erleben Werkstudenten die Unternehmenspraxis und bilden sich studienbegleitend weiter. Beispielsweise bekommt ein Betriebswissenschaftler aus dem Fachbereich BWL so die Möglichkeit selbst Instrumente des Marketings zu verwenden und auszuwerten.
Informatikstudenten können unter anderem den Bereich der Programmierung unter realen, betrieblichen Bedingungen kennenlernen. In dieser Hinsicht vermitteln Werkstudentenjobs ähnliche, fachbezogene Qualifikationen wie Fachpraktika. Zudem deckt der Verdienst meist die eigenen Unterhaltskosten ab, sodass keine weiteren Jobs nötig sind.

Nahezu jede Branche schreibt die begehrten Jobs für Werkstudenten aus. Fachbereiche wie BWL und Informatik werden in ganz unterschiedliche Unternehmen eingebunden. Viele, vor allem größere Unternehmen, beschäftigen beispielsweise eigenes Personal für das Marketing und suchen regelmäßig nach studentischer Unterstützung. Elektrotechnikern, Ingenieuren und Maschinenbauern bietet der Werkstudentenjob das unverzichtbare, praktische Gegenstück zum theoretischen Wissen. Schließlich ist es für einen Informatiker etwas anderes, ein praxisbezogenes Problem in Form einer Programmierung zu lösen als ein fiktives theoretisches Szenario zu bearbeiten.
Als Weiterbildung in einem Teilgebiet kann der Werkstudentenjob sogar ausschlaggebend für die zukünftige Spezialisierung sein. Darüber hinaus hinterlassen Studenten einen guten Eindruck bei einem potenziellen späteren Arbeitgeber.

Hinsichtlich der Arbeitszeiten unterscheidet sich ein Arbeitsvertrag vom anderen. Manche Unternehmen beschäftigen Werkstudenten sowohl während der Vorlesungszeit als auch während der Ferien in Teilzeit. Andere vergeben solche weiterbildenden Jobs in den Semesterferien mit rund 40 Stunden pro Woche. Dadurch vermitteln sie einen Vorgeschmack auf das bevorstehende Arbeitsleben.
Das Gehalt eines Werkstudenten variiert von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Es hängt von der Branche, der Unternehmensgröße und von der Region ab. Bisherige Erfahrungen, der Studienfortschritt und eventuelle Studienschwerpunkte des Studenten können sich förderlich auf die Bezahlung auswirken.

Mit einer 20-Stunden-Woche erzielen Studenten schnell Einkünfte, die über der 450-Euro-Grenze liegen. Eigentlich wären sie damit in allen Bereichen der Sozialversicherung versicherungspflichtig. Jedoch gelten für Werkstudenten besondere Regelungen, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Die erste Bedingung lautet: Studenten müssen ordentlich, also als Vollzeitstudenten, immatrikuliert sein.
Damit sie tatsächlich ihrem Studium genügend Aufmerksamkeit widmen können, fordert der Gesetzgeber als zweite Bedingung, dass Werkstudenten nicht länger als 26 Wochen pro Kalenderjahr mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Als Nachweis kann im Zweifelsfall der Arbeitsvertrag dienen.
Studenten, die im Rahmen dieser Grenzen bleiben, müssen in ihrer Arbeitnehmerposition keine Beiträge zur Arbeitslosen-, Pflege- und Krankenversicherung bezahlen. Liegen sie über der Einkommensgrenze von 450 Euro, fallen Studenten aus der Familienversicherung heraus und müssen eine studentische Krankenversicherung in Anspruch nehmen.

Die Sozialversicherung für Werkstudenten der IT, sowie Maschinenbauer, Ingenieure, Elektrotechniker, Betriebswissenschaftler und anderer Fachrichtungen, besteht aus Beiträgen zur Rentenversicherung. Mit einem monatlichen Einkommen ab 450 bis 850 Euro befinden sich die Studenten in der sogenannten Gleitzone. Dann wird der Rentenversicherungsanteil zur Sozialversicherung mit einem verminderten Beitragssatz vom Bruttoverdienst abgezogen.

Jobben als Student

Ob noch bei den Eltern wohnend oder mit eigener Bleibe: Jeder Student kann nachvollziehen, dass dieser lernintensive Lebensabschnitt finanziert werden muss. Selbst Empfänger von BAföG benötigen oft ein zusätzliches Einkommen, um die Kosten für Miete, Nebenkosten, Verpflegung, Lernmaterialien und vieles mehr decken zu können. Die Lösung ist, neben dem Studium zu jobben.

Einen der einfachsten Wege Geld zu verdienen, bieten die sogenannten Minijobs, die mit geringer wöchentlicher Stundenzahl ausreichend Zeit für Lehrveranstaltungen und Freizeitgestaltung lassen. Meist handelt es sich um fachlich wenig anspruchsvolle Tätigkeiten wie Regale einräumen oder kellnern. Auf den ersten Blick scheinen sie lediglich dem Gelderwerb zu dienen.
Doch auch Nebenjobs vermitteln wichtige Erfahrungen für das Leben und den Beruf, die nicht im Studium fokussiert werden. Die Arbeit mit Kunden, Schülern in der Nachhilfe oder Passanten fördert soziale Kompetenzen. Wer während des Studiums bereits aktiv war und Unternehmensluft schnupperte, fällt Personalverantwortlichen bei zukünftigen Bewerbungen positiv auf.

Die kurzfristige Verfügbarkeit von Studentenjobs mit unterschiedlicher Stundenzahl erlaubt es zudem, in verschiedenen Städten zu arbeiten und die Hauptstadt Berlin oder andere Großstädte wie München, Hamburg oder Köln hautnah zu erleben.
An den meisten Hochschulstandorten ist bereits ein Arbeitsmarktsegment etabliert, das auf studentische Arbeitskräfte setzt. Dauerhaft stehen Stellen als Kellner, Aushilfe im Einzel- und Großhandel, in der Promotion oder auch für die Nachhilfe von Schülern und Studenten zur Verfügung.

Einige Studentenjobs betreffen vorwiegend das Wochenende, sodass die Wochenmitte zur eigenen Planung genutzt werden kann. Studenten, die lieber am Wochenende über freie Zeit verfügen, finden solche Jobs beispielweise im Einzelhandel. Die formalen Regelungen gelten in allen Bundesländern, also auch in Städten wie Hamburg, Berlin, München oder Köln.

Zeitlich geringfügig Beschäftigte sind hinsichtlich der Sozialversicherung begünstigt. Die kurzfristige Beschäftigung kennt enge zeitliche Grenzen. Sie darf nur an 50 Tagen eines Kalenderjahres oder während eines Zeitraumes von zwei Monaten ausgeführt werden. Was dabei verdient wird, ist für die Versicherungspflicht irrelevant.
Für die geringfügig entlohnte Beschäftigung hingegen besteht zunächst seit 2013 generelle Rentenversicherungspflicht. Per Antrag an den Arbeitgeber können sich Jobber davon befreien lassen. Die Verdienstgrenze einer solchen Beschäftigung liegt bei 450 Euro. Überschreiten die monatlichen Einkünfte diese Grenze nicht, sind Studenten in Bezug auf die Unfall- und Arbeitslosenversicherung freigestellt.

Einen Sonderfall unter den Sozialversicherungen stellt die Krankenversicherung dar. Bleiben Studenten unter der 450-Euro-Grenze, können sie weiterhin kostenlos bei ihrer Krankenkasse familienversichert bleiben. Für das BAföG hingegen werden regelmäßige Einkommen, auch aus Nebenjobs, angerechnet, wenn sie über 400 Euro monatlich hinausgehen.
Ein höheres Einkommen durch das Jobben erlangen Studenten mit zwei oder mehr geringfügigen Jobs. Wenn beide Minijobs zusammen nicht mehr als 450 Euro monatlich einbringen, bleiben sie weitgehend sozialversicherungsfrei. Alternativ dürfen geringfügig Beschäftigte einen 450-Euro-Job mit einer kurzfristigen Beschäftigung pro Kalenderjahr kombinieren. Beispielsweise kann man die vorlesungsfreie Zeit nutzen, um zusätzlich zum Minijob als Kellner für Veranstaltungen in der Promotion eingesetzt zu werden.

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