Traineeprogramme für IT, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler (BWL, VWL)

Traineestellen sind eine immer beliebtere Möglichkeit, direkt nach dem Studium in das Berufsleben zu starten. Was aber gilt es zu beachten, für wen kommt ein Traineeprogramm in Frage und wie kommt man an die begehrten Plätze?

Aktuelle Angebote von Traineeprogrammen

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Traineeprogrammen
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24.11.2017
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Der Trainee

Direkt nach dem Studium kann man auf vielfältige Weise ins Berufsleben einsteigen. Immer mehr Absolventen wählen den Start als Trainee. Obwohl jeder Student bereits vom Trainee gehört hat, fragen sich viele: Was genau ist ein Trainee eigentlich? Was erwartet mich, wenn ich an einem Traineeprogramm teilnehme und was bringt es mir?

Trainees – und warum es sie gibt

Durch die Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge wurde der Zeitplan für die Studenten enger, weshalb viele auf zusätzliche Praktika oder einen Nebenjob verzichten müssen. Das hat zur Folge, dass viele Absolventen über keine oder nur sehr wenig Berufserfahrung verfügen, was für die Unternehmen einen großen Nachteil darstellt.

Um diesen Mangel an Berufserfahrung auszugleichen, bieten viele Unternehmen zum Nutzen beider Seiten Traineeprogramme an, mit denen sie Absolventen als Trainees gezielt in das Berufsleben einführen. Für beide Seiten hat ein Traineeprogramm zusätzlich den Vorteil, dass die Trainees danach über alle nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, um später im Unternehmen gezielt verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen zu können.

Vor allem im Finanzwesen haben Traineeprogramme bereits eine lange Tradition. Aus diesem Grund ist die Zahl der Traineeprogramme für Absolventen aus dem Bereich BWL noch immer am höchsten. Aber auch für angehende Ingenieure und ITler gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Traineeprogrammen.

Ziel eines Traineeprogramms

Das Ziel der meisten Traineeprogramme ist es, die Trainees auf Führungspositionen im Unternehmen vorzubereiten. Hierfür ist ein gutes Netzwerk aus Kontakten nahezu unerlässlich. Gleichzeitig wünschen sich viele Unternehmensvertreter, dass die Führungsverantwortlichen das Unternehmen in seiner Ganzheitlichkeit kennen, um auch die operativen Betriebsabläufe richtig einschätzen und würdigen zu können.

Trainees werden in einem Traineeprogramm dort abgeholt, wo sie stehen. Dabei lernen sie auch den Betrieb und die Unternehmensstruktur näher kennen. Gleichzeitig wird ihnen durch Workshops und andere Veranstaltungen die Gelegenheit gegeben, sich ein Netzwerk aus Kontakten auf- und jobrelevantes Wissen und Fähigkeiten auszubauen.

Vor allem aber haben Trainees einen Mentor an ihrer Seite, der ihnen bei allen anfallenden Fragen, die Berufsanfänger haben, mit Rat zur Seite steht. Diese Möglichkeiten sind bei einem Direkteinstieg meist nicht gegeben.

Was es bringt, ein Trainee zu sein

Nach erfolgreicher Teilnahme am Traineeprogramm werden die meisten Trainees vom Unternehmen übernommen. Für eine Übernahme gibt es allerdings meist keine Garantie. Trotzdem lohnt es sich, seinen Start in das Berufsleben als Trainee zu wagen. Im Laufe ihrer Ausbildung gewinnen Trainees wichtiges praktisches Wissen, das sie oft speziell auf die angestrebte Position vorbereitet.

Vor allem die Soft Skills, deren Vermittlung in Traineeprogrammen einen hohen Stellenwert hat, unterscheiden einen Trainee von einem Direkteinsteiger. Durch Kenntnisse in der Personal- und Gesprächsführung oder verschiedener Verhandlungstechniken haben Trainees auf dem Arbeitsmarkt einen deutlichen Vorteil gegenüber Direkteinsteigern. Das gilt besonders für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge wie IT und Ingenieurwissenschaften, aber auch wirtschaftswissenschaftliche Fachrichtungen, wie BWL.

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Traineeprogramme finden

Wer Interesse an einem Berufseinstieg als Trainee hat, sollte sich rechtzeitig und gut informieren. Denn es gibt weitaus mehr Angebote für einen Direkteinstieg als es Traineestellen gibt. Generell empfiehlt es sich, die Angebote vor der Bewerbung gründlich zu prüfen, denn Traineeprogramm ist nicht gleich Traineeprogramm.

Traineeprogramme – die drei verschiedenen Arten

Oft wird nur von „dem Traineeprogramm“ gesprochen, dabei gibt es mehr als nur eine Variante. Man unterscheidet zwischen dem allgemeinen Traineeprogramm, dem Fachtraineeprogramm und dem Traineestudium. Letzteres ist vor allem für Masterstudenten interessant. Wie lang ein Traineeprogramm dauert, hängt weniger von der Art des Programms ab als vielmehr von der angestrebten Position und dem Unternehmen. Im Allgemeinen dauert ein Traineeprogramm zwölf bis 24 Monate, in Ausnahmefällen auch bis zu vier Jahre.

Die wohl bekannteste Form ist das allgemeine Traineeprogramm, in dem ein Trainee das gesamte Unternehmen und dessen Struktur kennenlernt. Bei Unternehmen, die mehrere Standorte haben, schließt das auch oft einen Einsatz an verschiedenen Orten ein – gegebenenfalls sogar im Ausland.

Zu welchem Zeitpunkt und ob ein Trainee an einem anderen Standort eingesetzt wird, entscheidet meist das Unternehmen. Ein Standortwechsel hängt von der Ausrichtung der Stellenausschreibung und des Unternehmens ab. Diese allgemeinen Traineeprogramme gibt es für nahezu alle Studienrichtungen, doch dürften sie besonders für Absolventen aus dem Bereich BWL interessant sein, da ihre Aufgabenbereiche oft weiter gefasst und nicht von vornherein festgesteckt sind.

Bei Programmen für Fachtrainees ist die Ausrichtung viel spezialisierter. Fachtrainees haben nicht selten bereits Berufserfahrung auf ihrem Gebiet und im Gegensatz zum klassischen Trainee bleiben Fachtrainees meist während des kompletten Programms in einer Abteilung. Die Position, die ein Fachtrainee nach der Beendigung des Programms übernehmen soll, ist oft bereits von Beginn des Traineeprogramms an festgelegt. Die Ausbildung ist deshalb gezielt auf die Anforderungen dieser Position ausgerichtet.

Fachtrainees kommen oft aus technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen wie IT oder Ingenieurwissenschaften. Zu beachten ist allerdings, dass diese Programme von vielen Unternehmen auch als Traineeprogramme und nicht als Programme für Fachtrainees bezeichnet werden.

Für Studenten, die im Studium besonders erfolgreich waren, bieten einige Unternehmen auch ein sogenanntes Traineestudium an. Das bedeutet, dass ein Student während seines Studiums finanzielle Unterstützung durch das Unternehmen erhält, an Workshops und Seminaren teilnimmt und während der Semesterferien in diesem Unternehmen arbeitet. Oftmals verpflichtet sich der Student im Gegenzug dazu, nach Beendigung seines Studiums für eine bestimmte Anzahl an Jahren fest für dieses Unternehmen zu arbeiten.

Ein gutes Traineeprogramm erkennen

Da die Begriffe „Trainee“ und „Traineeprogramm“ nicht geschützt sind, ist es wichtig, genau zu prüfen, was die einzelnen Traineeprogramme beinhalten. Auch wenn die Vielzahl der angebotenen Traineestellen wirklich erfüllt, was man von einem Traineeprogramm erwartet, gibt es leider auch Unternehmen, die keine vollwertigen Traineeprogramme anbieten.

Es bietet sich an, die aktuellen Trainees des Wunschunternehmens zu befragen oder alternativ seine Fragen direkt an das Unternehmen zu richten. Angehende Ingenieure, Betriebswirtschaftler und ITler haben auf Karriere- und Recruitingmessen, wie der connecticum in Berlin, gute Möglichkeiten, mit Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen. Unternehmen stellen dort ihre Traineeprogramme vor und Trainees sowie Vertreter aus den Personal- und Fachabteilungen beantworten gerne Fragen interessierter Studenten.

Im persönlichen Gespräch kann man dann Fragen nach der Betreuung, dem Ablauf und den Rahmenbedingungen stellen: Gibt es einen festen Ansprechpartner oder Mentor? Wie ist die Betreuung durch den Mentor geregelt? Gibt es einen Arbeits- oder Ablaufplan, in dem die verschiedenen Stationen des Traineeprogramms festgehalten sind? Werden Workshops angeboten und kann man diese nach seinen persönlichen Interessen auswählen? Wenn alles gut durchdacht wirkt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Traineeprogramm wirklich hält, was es verspricht.

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Um eine Traineestelle bewerben

Bereits vor Ende des Studiums ist es wichtig, sich mit dem Berufseinstieg zu befassen. Wer sich für eine Stelle als Trainee interessiert, wird schnell feststellen, dass die Angebote für Traineestellen rarer sind als jene für den Direkteinstieg. Aufgrund der großen Konkurrenz ist eine gute und aussagekräftige Bewerbung daher besonders wichtig. Das gilt sowohl für Spezialisten wie ITler und Ingenieure, als auch für Generalisten wie Betriebswirtschaftler.

Der Zeitpunkt der Bewerbung

Anders als bei einer Ausbildung, gibt es keinen allgemeingültigen Termin für den Beginn eines Traineeprogramms. Je nach Unternehmen wird dieser unterschiedlich festgelegt. Deshalb lohnt es sich, stets nach aktuellen Angeboten für Traineestellen Ausschau zu halten. Für alle, die direkt im Anschluss an ihr Studium mit einem Traineeprogramm beginnen möchten, ist es wichtig, sich bereits vor dem Ende ihres Studiums bei den Unternehmen zu bewerben.

Sollte in der Ausschreibung kein Datum für den Bewerbungsschluss genannt werden, ist es sinnvoll, seine Bewerbung sofort zu versenden. Damit die Bewerbung noch rechtzeitig ankommt, gilt im Allgemeinen die Faustregel, dass der Starttermin des Traineeprogramms drei bis sechs Monate in der Zukunft liegen sollte.

Eine vollständige Bewerbung

Zum Zeitpunkt der Bewerbung hat man oftmals noch kein Abschlusszeugnis vorliegen. Deshalb ist eine vollständige Übersicht der bisher erbrachten Leistungen besonders wichtig. Sie gibt den Personalverantwortlichen die Möglichkeit, die zu erwartende Abschlussnote besser einzuschätzen.

Neben der Darstellung der eigenen persönlichen Stärken und der Motivation, in dem Unternehmen zu arbeiten, gehört auch das Thema der Abschlussarbeit und das voraussichtliche Datum des Abschlusses in das Anschreiben. Auch Praktika oder Nebenjobs, die für das Profil der ausgeschriebenen Traineestelle relevant sind, dürfen hier nicht unerwähnt bleiben.

Wer bereits als Werkstudent in dem Bereich der ausgeschriebenen Traineestelle gearbeitet hat, sollte in jedem Fall seine Arbeitszeugnisse mitsenden. Diese praktischen Erfahrungen sind ein gutes Mittel, um sich von anderen Bewerbern abzuheben. Darum ist es lohnenswert, bereits während des Studiums das Angebot an Werkstudententätigkeiten für angehende Ingenieure, ITler und Betriebswirtschaftler zu nutzen.

Ein gut strukturierter tabellarischer Lebenslauf mit den wichtigsten Stationen und einem aussagekräftigen Bewerbungsfoto vervollständigt eine gute Bewerbung. Neben fachfremden Nebenjobs wie kellnern, können im Lebenslauf auch Ehrenämter, Sprachkenntnisse oder anderes, für die Position relevantes Wissen erwähnt werden.

Gehalt und Wunschstandort

Generell gilt bei einer Bewerbung um eine Traineestelle: Der eigene Gehaltswunsch sollte in der Bewerbung nur dann thematisiert werden, wenn es in der Ausschreibung gefordert wird. Häufig wird das Gehalt eines Trainees allerdings vom Unternehmen festgelegt und ist nicht verhandelbar. Die Höhe des Lohns schwankt stark von Unternehmen zu Unternehmen und ist nicht nur von der Branche, sondern auch vom Standort abhängig.

Im Allgemeinen liegt das Gehalt eines Trainees zwischen dem eines Praktikanten und dem eines Direkteinsteigers. In München oder Stuttgart werden oftmals etwas höhere Gehälter gezahlt als beispielsweise in Berlin oder Hamburg, was sich aber durch die höheren Lebenshaltungskosten schnell wieder relativiert.

Einige Unternehmen geben Bewerbern die Möglichkeit, in der Bewerbung favorisierte Einsatzorte anzugeben. Es gibt allerdings keine Garantie, dass ein Trainee dann auch an einem seiner Wunschstandorte eingesetzt wird. Wenn man nicht in der Ausschreibung dazu aufgefordert wird, ist es nicht notwendig, einen gewünschten Einsatzort anzugeben.

Wer bei seiner Bewerbung alle Hinweise und Vorgaben des Unternehmens beachtet, hat viel dafür getan, dass seine Bewerbung Erfolg haben wird. Die Mühe lohnt sich, denn ein Traineeprogramm ist eine gute Möglichkeit, sein Profil nach dem Bachelor aufzuwerten.