Agiles Projektmanagement immer wichtiger

In den letzten 2 bis 3 Jahren ist der Anteil an Projekten um 62 Prozent gestiegen, trotzdem scheitert knapp jedes sechste Projekt. Agile Methoden wie Scrum helfen dabei, die richtigen Prioritäten zu setzen sowie alle Beteiligten besser einzubinden.

Mannheim, Oktober 2015

Projektarbeit in Unternehmen weiter auf dem Vormarsch / Hays-Studie zeigt aber: Jedes sechste Projekt scheitert

Die Projektarbeit nimmt in Unternehmen einen immer größeren Raum ein und löst zunehmend die Arbeit in der klassischen Linienorganisation ab.

In den letzten zwei bis drei Jahren ist ihr Anteil um 62 Prozent gestiegen. Insgesamt verbringen Mitarbeiter aus den Bereichen IT, Finanzen sowie Forschung & Entwicklung mittlerweile 35 Prozent ihrer Arbeitszeit in Projekten. In der IT sind es bereits 45 Prozent. So lauten die Erkenntnisse der aktuellen Studie "Von starren Prozessen zu agilen Projekten", die Hays in Zusammenarbeit mit PAC zum Status quo der digitalen Transformation in Unternehmen durchgeführt hat.

Trotzdem scheitert knapp jedes sechste Projekt - in erster Linie aus drei Gründen: Die Projektplanung ist nicht realistisch; dies stellen 72 Prozent der befragten Entscheider fest. Zudem werden wichtige Entscheidungen nicht getroffen (67 %) und zwischen den projektbeteiligten Fachbereichen mangelt es an Kooperation (65 %).

Unternehmen entscheiden sich vor allem für Projekte als passende Organisationsform, um neue Lösungen einzuführen (88 %) und selbst neue Produkte und Services zu entwickeln (74 %). Change Management ist das drittwichtigste Thema, das über Projekte angegangen wird (57 %).

"Durch die immer kürzeren Technologielebenszyklen im Zuge der Digitalisierung steigt die Anzahl an Migrationsprojekten. Hinzu kommt, dass die herkömmlichen Aufgabenstellungen durch digitale Lösungen in allen Fachbereichen mehr und mehr automatisiert werden", erklärt Christoph Niewerth, Vorstand der Hays AG, den steigenden Anteil der Projektarbeit.

Verstärkt werden in Projekten agile Methoden wie Scrum und Design Thinking eingesetzt. Mehr als 40 Prozent der befragen Manager nutzen diese Werkzeuge bereits. 90 Prozent davon mit positiven Erfahrungen: Sie würden es ermöglichen, die richtigen Prioritäten zu setzen und fundierter zu entscheiden (72 %) sowie alle Beteiligten besser in das Projekt einzubinden (62 %).

Für die Studie wurden insgesamt 225 Entscheider aus IT, Finanzwesen sowie Forschung & Entwicklung bzw. Produktionsplanung aus mittleren und großen Unternehmen telefonisch zwischen März und Mai 2015 interviewt. Alle Studienergebnisse stehen als Download unter hays.de/studien bereit.

(ots)