CIM GmbH : Tipps zur Bewerbung und Karriere

Karrierefragen zu Bewerbung, Karriere und Studienzeit für Studenten und Absolventen

Was wird besser beurteilt auf dem Lebenslauf: ein Praktikum oder ein studentischer Nebenjob?

Beruf und Karriere im Allgemeinen: Auch vor dem Einzelnen oder dem Berufsanfänger macht die Globalisierung nicht halt. Neben deutschen Absolventen stehen den Firmen auch viele ausländische Hochschulabgänger zur Verfügung. Manch eine Personalabteilung greift hier bewusst auf osteuropäisches Potenzial zurück, da diesen Bewerbern ein höheres Engagement und mehr Arbeitsfreude nachgesagt wird. Doch auch hierzulande gibt es hochmotivierte, hochqualifizierte junge und ältere Mitarbeiter. Wenn ich den Bewerber nicht kenne, dann habe ich zur Auswahl nur die folgenden Kriterien zur Verfügung: Zeugnisse und Noten, Auslandsaufenthalte, lückenloser Lebenslauf, persönliches Auftreten während des Bewerbungsgesprächs. Darum: es gibt nur wenige Bewerber mit exzellenten Zeugnissen. Machen Sie sich also als Bewerber rar durch ein gutes Abschlusszeugnis. Der Aufwand lohnt sich. Praktikum/ Nebenjob: Unserer Meinung nach unterscheidet sich ein Praktikum von einem studentischen Nebenjob nicht, da die Praktikanten in unserem Haus für "normale Arbeiten" eingesetzt werden, die auch ein Student als Nebenjob erhalten könnte. Die Arbeit, die ein Praktikant geleistet hat muss aus dem Praktikumszeugnis hervorgehen. Eine bloße Anwesenheitsbescheinigung ist wertlos.

Welche Kenntnisse und Eigenschaften vermissen Sie bei den heutigen Berufsanfängern?

Ich vermisse neben der Teamfähigkeit bisweilen den Willen zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln. An den Hochschulen wird auch zuwenig für die Persönlichkeitsentwicklung getan. Grundkenntnisse im Zeitmanagement sind ebenfalls nicht vorhanden. Berufsanfänger müssen zuerst lernen, dass die (Arbeits-) Zeit direkt mit dem Geld zusammenhängt.

Welchen Stellenwert hat die Abschlussnote im Studium eines Bewerbers für Sie?

Die Abschlussnote ist sicher nicht immer das ausschlaggebende Kriterium. Aber sie hat dennoch einen hohen Stellenwert. Warum? Das Zeugnis ist die einzige Messlatte bei einem Bewerber, an der man mehrere Dinge erkennen kann: Ist bei ihm (technisches) Allgemein- und Spezialwissen präsent? Kann er mathematisch, folgerichtig denken? Welche messbaren Sprachkenntnisse hat er? Welche berufsorientierten Kenntnisse besitzt er? Die Zeugnisnote ist eine Messlatte, die im späteren Leben nie mehr in solcher Direktheit verwendet wird, wie in einem Abschlusszeugnis. Nicht sehen können wir: Verhält er sich loyal? Ist er belastbar? Ist er gesund und stabil? Hat er Familienverhältnisse, die das Arbeitsverhältnis irgendwann belasten werden? Kann er sich motivieren? Arbeitet er strukturiert oder chaotisch? Ist er psychisch stabil? Nicht alles ist also aus einem Zeugnis ersichtlich. Dennoch: mit einem guten oder sehr guten Abschluss kann man sich im Ranking um den Wunschjob nach oben katapultieren. Wenn das Personalgespräch, in dem sich der Bewerber selbst verkauft, jedoch schief läuft, kann es trotzdem schwierig werden. Umgekehrt kann man mit einem vermeintlich "schlechten" Zeugnis und einem geschickten Personalgespräch (Bewerbung mit Arbeitsprobe etc.) auch Erfolg haben. Es kommt einfach auf die richtige Mischung an. Unsere Personalabteilung weiß das und versucht, Bewerber nach Ihrer Qualifikation als auch nach Ihrer Team- und Integrationsfähigkeit auszusuchen. Der geschäftliche Erfolg und die Innovationsfähigkeit unserer Produkte beweisen dies.

Alle Themen & Expertentipps