HSG Zander GmbH : Tipps zur Bewerbung und Karriere

Karrierefragen zu Bewerbung, Karriere und Studienzeit für Studenten und Absolventen

Was würden Sie Studenten für die Gestaltung ihrer Studienzeit raten? Worauf kommt es wirklich an?

Natürlich sind das Studium und ein gutes Verständnis der Theorie sehr wichtig. Ebenso wichtig ist es aber, Praxiserfahrung zu sammeln, um die theoretischen Kenntnisse anzuwenden. Die Studenten/innen sollten sich nicht auf ein vorgeschriebenes Pflichtpraktikum beschränken, sondern darüber hinaus, in weiteren freiwilligen Praktika oder Nebenjobs, ihr Wissen vertiefen. Wer tiefere Einblicke in verschiedene Teilbereiche gewonnen hat, hat Vergleichsmöglichkeiten und kann sicher sagen, ob ihm/ihr der jeweilige Bereich auch liegt und er/sie darin arbeiten will. Zudem kann man sich später im Berufsleben schneller und einfacher auf die jeweiligen Anforderungen des Arbeitsplatzes einstellen.

Was wird besser beurteilt auf dem Lebenslauf: ein Praktikum oder ein studentischer Nebenjob?

Ein studentischer Nebenjob wird durchaus als berufspraktische Erfahrung angesehen, wenn er nicht nur als Nebentätigkeit dient, sondern darüber hinaus im Zusammenhang mit Studieninhalten und dem späteren Berufsziel steht. Ein Praktikum ist jedoch von der praktischen Erfahrung her intensiver, da es in Vollzeit für mehrere Monate absolviert wird. Die Einarbeitung in den Bereich und das Aufgabenfeld kann zeitnah erfolgen und Projekte können sehr tief und detailliert bearbeitet werden. Während eines Praktikums bekommt der/die Student/in mehr vom operativen Tagesgeschäft mit und kann somit die Zusammenhänge in Prozessen besser verstehen. Unsere Empfehlung ist es daher, zuerst ein Praktikum zu absolvieren, um das Unternehmen, die Abteilung und die Aufgaben kennen zu lernen, und im Anschluss daran Teilaufgaben im Rahmen eines studentischen Nebenjobs weiter zu führen.

Welche Kenntnisse und Eigenschaften vermissen Sie bei den heutigen Berufsanfängern?

Viele Absolventen/innen bringen zu wenig praktische Erfahrungen mit, was z.T. mit an den neuen Studiengängen liegt, die einen sehr straffen Zeitplan für das Studium vorschreiben. Allerdings sollten die Studenten/innen sich nicht hinter dieser Begründung "verstecken". Wer die Möglichkeit, Praxiskenntnisse zu sammeln sucht, der findet sie auch.

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