DHF AG : Tipps zur Bewerbung und Karriere

Karrierefragen zu Bewerbung, Karriere und Studienzeit für Studenten und Absolventen

Was wird besser beurteilt auf dem Lebenslauf: ein Praktikum oder ein studentischer Nebenjob?

Ein studentischer Nebenjob muss nicht unbedingt dem Berufsbild des Studiums entsprechen, ein Praktikum sollte es schon. Der Studentenjob trägt oft dazu bei, das Studium zu (teilzu-) finanzieren. Hier werden zum Teil Tätigkeiten verrichtet, die z.B. nicht dem Berufsbild eines Juristen oder Dolmetschers entsprechen. Praktika hingegen dienen selten zur Finanzierung des Studiums und sind meist studienbezogener. Zudem ist der Lerneffekt höher, da hier über mehrere Monate hinweg Vollzeit gearbeitet wird. Fazit: Ein Studentenjob kann bestimmt kein gutes Praktikum ersetzen, wertet aber sicherlich den Lebenslauf auf. Zudem werden auch andere Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt, die im Laufe des Berufslebens sich als nützlich erweisen können.


Wie beurteilen Sie einen Anruf vor der Bewerbung und außergewöhnliche Bewerbungen?

Außergewöhnliche Bewerbungen zeigen die künstlerische Kreativität eines Bewerbers, nicht aber unbedingt die fachliche. Zudem sollte man diesbezüglich schon im Vorfeld bereits wissen, was für ein Personaler die Bewerbungen bearbeitet. Ist der Personaler ein recht konservativer Mensch, wäre es gut, keine "extravaganten Bewerbungen" zu schreiben. Telefonische Kontaktaufnahme sollte erst nach erfolgreichem Versand der Bewerbungsunterlagen erfolgen. Hierdurch hat man bereits "den Aufhänger", ob die Unterlagen denn auch angekommen seien und kann so etwaigen Fragen des Personalers antworten. Aufgrund des Bewerbungsfotos, kann sich der Personaler auch "ein Bild" machen. Zudem kann dieses Telefonat auch ein "Vorab-Icebreaker" für ein mögliches Vorstellungsgespräch sein. Ein Telefonat reicht vollkommen aus, da dies ansonsten einen (nervenden) negativen Effekt mit sich bringt!


Welche Kenntnisse und Eigenschaften vermissen Sie bei den heutigen Berufsanfängern?

Den meisten Berufsanfängern fehlt es an Flexibilität und Berufserfahrung. Zudem wissen viele Berufsanfänger nicht genau, was sie wollen. Vielen Besitzern des Diploms, welche sich selbstständig machen wollen (Rechtsanwälte, Ärzte etc.), fehlen die grundlegenden, theoretischen und praktischen Kenntnisse bezüglich BWL, was wiederum unabdingbar für die Selbstständigkeit ist. An Kritikfähigkeit sowie konstruktiver Kritik insbesondere gegenüber. Vorgesetzten mangelt es häufig auch. Der Begriff Teamfähigkeit sollte mehr verinnerlicht werden, da (vielleicht auch aufgrund des aktuellen Arbeitsmarktes) immer mehr Berufsanfänger um ihr einzelnes Wohl besorgt sind und zu "Einzelkämpfern" werden, die gute Leistungen sich selbst zuschreiben und nicht dem Team. Mittel- und langfristig führt dies zur Kontraproduktivität.


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