Um eine Traineestelle für IT, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler (BWL, VWL) bewerben

Um eine Traineestelle bewerben

Bereits vor Ende des Studiums ist es wichtig, sich mit dem Berufseinstieg zu befassen. Wer sich für eine Stelle als Trainee interessiert, wird schnell feststellen, dass die Angebote für Traineestellen rarer sind als jene für den Direkteinstieg. Aufgrund der großen Konkurrenz ist eine gute und aussagekräftige Bewerbung daher besonders wichtig. Das gilt sowohl für Spezialisten wie ITler und Ingenieure, als auch für Generalisten wie Betriebswirtschaftler.

Der Zeitpunkt der Bewerbung

Anders als bei einer Ausbildung, gibt es keinen allgemeingültigen Termin für den Beginn eines Traineeprogramms. Je nach Unternehmen wird dieser unterschiedlich festgelegt. Deshalb lohnt es sich, stets nach aktuellen Angeboten für Traineestellen Ausschau zu halten. Für alle, die direkt im Anschluss an ihr Studium mit einem Traineeprogramm beginnen möchten, ist es wichtig, sich bereits vor dem Ende ihres Studiums bei den Unternehmen zu bewerben.

Sollte in der Ausschreibung kein Datum für den Bewerbungsschluss genannt werden, ist es sinnvoll, seine Bewerbung sofort zu versenden. Damit die Bewerbung noch rechtzeitig ankommt, gilt im Allgemeinen die Faustregel, dass der Starttermin des Traineeprogramms drei bis sechs Monate in der Zukunft liegen sollte.

Eine vollständige Bewerbung

Zum Zeitpunkt der Bewerbung hat man oftmals noch kein Abschlusszeugnis vorliegen. Deshalb ist eine vollständige Übersicht der bisher erbrachten Leistungen besonders wichtig. Sie gibt den Personalverantwortlichen die Möglichkeit, die zu erwartende Abschlussnote besser einzuschätzen.

Neben der Darstellung der eigenen persönlichen Stärken und der Motivation, in dem Unternehmen zu arbeiten, gehört auch das Thema der Abschlussarbeit und das voraussichtliche Datum des Abschlusses in das Anschreiben. Auch Praktika oder Nebenjobs, die für das Profil der ausgeschriebenen Traineestelle relevant sind, dürfen hier nicht unerwähnt bleiben.

Wer bereits als Werkstudent in dem Bereich der ausgeschriebenen Traineestelle gearbeitet hat, sollte in jedem Fall seine Arbeitszeugnisse mitsenden. Diese praktischen Erfahrungen sind ein gutes Mittel, um sich von anderen Bewerbern abzuheben. Darum ist es lohnenswert, bereits während des Studiums das Angebot an Werkstudententätigkeiten für angehende Ingenieure, ITler und Betriebswirtschaftler zu nutzen.

Ein gut strukturierter tabellarischer Lebenslauf mit den wichtigsten Stationen und einem aussagekräftigen Bewerbungsfoto vervollständigt eine gute Bewerbung. Neben fachfremden Nebenjobs wie kellnern, können im Lebenslauf auch Ehrenämter, Sprachkenntnisse oder anderes, für die Position relevantes Wissen erwähnt werden.

Gehalt und Wunschstandort

Generell gilt bei einer Bewerbung um eine Traineestelle: Der eigene Gehaltswunsch sollte in der Bewerbung nur dann thematisiert werden, wenn es in der Ausschreibung gefordert wird. Häufig wird das Gehalt eines Trainees allerdings vom Unternehmen festgelegt und ist nicht verhandelbar. Die Höhe des Lohns schwankt stark von Unternehmen zu Unternehmen und ist nicht nur von der Branche, sondern auch vom Standort abhängig.

Im Allgemeinen liegt das Gehalt eines Trainees zwischen dem eines Praktikanten und dem eines Direkteinsteigers. In München oder Stuttgart werden oftmals etwas höhere Gehälter gezahlt als beispielsweise in Berlin oder Hamburg, was sich aber durch die höheren Lebenshaltungskosten schnell wieder relativiert.

Einige Unternehmen geben Bewerbern die Möglichkeit, in der Bewerbung favorisierte Einsatzorte anzugeben. Es gibt allerdings keine Garantie, dass ein Trainee dann auch an einem seiner Wunschstandorte eingesetzt wird. Wenn man nicht in der Ausschreibung dazu aufgefordert wird, ist es nicht notwendig, einen gewünschten Einsatzort anzugeben.

Wer bei seiner Bewerbung alle Hinweise und Vorgaben des Unternehmens beachtet, hat viel dafür getan, dass seine Bewerbung Erfolg haben wird. Die Mühe lohnt sich, denn ein Traineeprogramm ist eine gute Möglichkeit, sein Profil nach dem Bachelor aufzuwerten.