Bachelorarbeit: IT, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler

Jeder glaubt zu wissen, was eine Bachelorarbeit ist. Aber was hat es wirklich mit ihr auf sich? Wie finde ich ein passendes Thema und wie soll ich die Phase des Schreibens finanzieren?

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Der Bachelor

Oft wird nur pauschal von „dem Bachelor“ gesprochen, aber mit diesem Begriff können drei verschiedene Dinge gemeint sein. Natürlich bezeichnet der Bachelor den Abschluss, den ein Student erhält, wenn er sein Bachelorstudium erfolgreich beendet. Genau dieses Bachelorstudium kann aber auch Bachelor genannt werden. „Der Bachelor“ heißt zudem der Absolvent eines Bachelorstudiums.

Die verschiedenen Bachelor

Als 1999 damit begonnen wurde, den Bachelor und den Master einzuführen, wurden die zwei bisherigen Abschlüsse Magister und Diplom durch drei neue Bachelorabschlüsse ersetzt:

Absolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge wie Physik, IT oder Chemie bekommen genau wie Ingenieure den Bachelor of Science (B. Sc.) von der Hochschule verliehen. Für Ingenieure gibt es daneben noch die Möglichkeit anstelle des Bachelor of Science den Bachelor of Engineering (B. Eng.) zu erhalten. Einen Sonderfall bilden die BWL-Studiengänge: Je nach Wahl des Studienschwerpunktes kann an BWL-Studenten entweder der Bachelor of Science oder der Bachelor of Arts (B. A.) vergeben werden.

Den Bachelor finanzieren

Der Studentenjob ist mit Abstand die größte Einnahmequelle der Studenten. Neben dem Studentenjob und dem BAföG, das nicht jeder Student erhält, gibt es weitere Möglichkeiten, sich sein Studium zu finanzieren.

Am bekanntesten dürften die Stipendien sein; diese gibt es nicht nur für Studenten mit Bestnote, wie viele glauben. Oftmals spielen soziales Engagement oder Religions- und Parteizugehörigkeit eine weitaus größere Rolle als die Noten.

Die Bandbreite der Stipendien ist groß: Einige fördern das gesamte Studium, andere zahlen für die Anschaffung von Fachliteratur und dann gibt es noch Stipendien, die nur für die Phase der Bachelor- oder Masterarbeiten vergeben werden.

Genau wie bei den Stipendien gibt es bei den Darlehen der studentischen Darlehenskassen verschiedene Ausprägungen. Neben einer Förderung des gesamten Bachelors besteht auch hier die Möglichkeit, eine Förderung für den Bachelorabschluss zu beantragen.

Im Gegensatz zum BAföG wird das Darlehen unabhängig vom Alter des Studenten vergeben. Das ist vor allem für diejenigen interessant, die nach der Schule zunächst eine Ausbildung gemacht und gearbeitet haben und somit meist älter sind, als es die Regelung des BAföG vorsieht.

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Die Bachelor-Thesis

Die Bachelor-Thesis, im Deutschen auch Bachelorarbeit genannt, ist die letzte große Aufgabe vor dem Bachelorabschluss. Viele nehmen sie darum nur als ein Mittel zum Zweck wahr und übersehen dabei die einmalige Gelegenheit, die sie durch das Schreiben einer Bachelorarbeit haben.

Während des gesamten Bachelorstudiums sind Studenten in die Vorbereitung für Prüfungen, in Nebenjobs und den Besuch von Seminaren eingespannt. Raum, um sich intensiver mit einem spannenden Thema zu befassen, bleibt da kaum.

Mit dem Schreiben der Bachelorarbeit bricht darum eine ganz besondere Zeit an. Nun haben Bachelorstudenten die Möglichkeit, sich gänzlich auf ein von ihnen gewähltes Thema einzulassen und einer komplexen Fragestellung nachzugehen.

Das ist auch der Grund, warum der Themenfindung eine besonders wichtige Rolle zukommt, denn mit einem guten Thema steht und fällt beinahe jede Bachelor-Thesis.

Das Thema finden

Vor allem, wenn man bereits durch ein Praktikum herausgefunden hat, welche Themen einen in der Praxis wirklich interessieren, kann es einfacher sein, sich für ein Thema zu entscheiden. Was macht man aber, wenn es mehrere Themen gibt, die interessant sind?

Zunächst steht die Entscheidung an, ob man eine praktische oder theoretische Bachelor-Thesis schreiben möchte und ob sie empirisch sein soll. Für alle, die direkt nach dem Bachelor ins Berufsleben starten möchten, ist es das Beste, eine praktische Bachelorarbeit zu wählen. Studenten der IT, BWL und Ingenieurwissenschaften können hierfür die Möglichkeit nutzen, in ein Unternehmen zu gehen und dort ihre Bachelor-Thesis zu schreiben.

In den meisten Ausschreibungen der Unternehmen ist bereits das Thema für die Bachelorarbeit festgelegt. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann sich daher in einer Jobbörse wie WIWIINGIT die verschiedenen Angebote der Unternehmen für Bachelorarbeiten durchsehen. Die Anerkennung des Themas durch die Hochschule ist meist völlig unproblematisch.

Wer sein Thema gefunden hat, aber gerne noch mehr Informationen über das Unternehmen hätte, ist mit einem Besuch auf der connecticum in Berlin bestens beraten. Dort kann man mit Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen und mit ihnen über seine Bewerbung sprechen.

Auch für diejenigen, die in den Ausschreibungen nicht fündig geworden sind, ist ein Besuch auf Deutschlands großer Karriere- und Recruitingmesse, der connecticum, sinnvoll: Viele Unternehmen stellen dort Bachelorarbeiten vor, die bei ihnen geschrieben werden können und im Gespräch kann man auch gleich mögliche Fragen klären.

Ich habe bereits ein Wunschthema, kann ich es dem Unternehmen vorschlagen? Wenn man sich sicher ist, dass das Thema ins Profil des Unternehmens passt und eventuell noch weitere Vorteile für das Unternehmen mit sich bringt, braucht man sich nicht davor zu scheuen, ein eigenes Thema vorzuschlagen. Dafür ist es wichtig, ein aussagekräftiges Exposé vorzubereiten, damit die Unternehmensvertreter das Thema der Bachelor-Thesis auch richtig einschätzen können.

Der Vorteil, den es mit sich bringt, seine Bachelorarbeit in einem Unternehmen zu schreiben, liegt auch im Praxisbezug, den das Thema hat. Aber was macht einen Praxisbezug so wertvoll?

Viele Themen kennen Studenten bereits von der Hochschule, aber in der Praxis haben die Themen dann meist eine andere Ausrichtung. Eventuell ist ein bisher wenig beachtetes Thema im Berufsalltag viel spannender als erwartet oder man entdeckt sogar ein so fesselndes Thema, dass man dadurch seinen Traumberuf findet.

In dieser Hinsicht erfüllt das Schreiben einer Bachelorarbeit im Unternehmen eine ähnliche Funktion wie ein erweitertes Praktikum: Man arbeitet im Unternehmen, sammelt also Berufserfahrung, und gleichzeitig erfährt man, wo die eigenen Stärken in der Praxis liegen. Möglicherweise stellt man sogar fest, dass einem die Grundlagenforschung weitaus mehr liegt als das Lösen aktueller Probleme der Praxis.

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Das passende Unternehmen finden

Während man seine Bachelorarbeit schreibt, verbringt man viel Zeit im Unternehmen. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei der Wahl des Unternehmens ebenso sorgfältig vorzugehen, wie bei der Themenfindung. Ein Unternehmen herauszusuchen, das zu einem passt, ist deshalb essentiell. Allerdings müssen auch der fachliche Anspruch des Unternehmens und die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Rahmenbedingungen für die Bachelorarbeit

Ein gutes Unternehmen stellt einem Studenten, der seine Bachelorarbeit schreibt, einen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung. Dieser ist nicht nur für die aktuell anfallende Arbeit gedacht, sondern auch für alles, was die Bachelorarbeit betrifft. Das bedeutet, dass dort auch problemlos Literatur und anderes Arbeitsmaterial aufbewahrt werden kann, damit man immer alles griffbereit hat.

Zudem sollte jedem Studenten im Unternehmen ein Mentor zur Seite stehen. Er ist der Ansprechpartner für alle Fragen, die das Unternehmen aber auch das Projekt der Bachelorarbeit betreffen. Ein regelmäßiger Austausch hilft dabei, Probleme rechtzeitig zu erkennen und Engpässen entgegenzusteuern.

Wie dieser Austausch gestaltet wird, ist dabei den Vorlieben der Studenten und Mentoren überlassen. Ein schriftlicher Austausch kann unter Umständen zielführender sein als ein Gespräch, denn so verliert man sich dabei nicht so leicht in Nebenthemen.

Viele Studenten haben die Sorge, dass sie nicht genügend Zeit für die Literaturrecherche haben könnten, schließlich sind sie im Normalfall den gesamten Tag im Unternehmen beschäftigt. Ein Unternehmen, das auf Bachelorarbeiten vorbereitet ist, wird aber keinerlei Probleme haben, dem Studenten für die Literaturrecherche in der Bibliothek freizugeben.

Das Unternehmen muss passen

Vor allem, wenn man im Unternehmen noch kein Praktikum gemacht hat, ist es schwer einzuschätzen, ob das Unternehmen zu einem passt. An dieser Stelle ist es ratsam, auf eine Karriere- und Recruitingmesse wie die connecticum zu gehen. Dort sind viele Unternehmen, die Bachelorarbeiten anbieten, mit Personalverantwortlichen und Experten aus den Fachabteilungen vertreten.

Im direkten Gespräch kann man die Fragen stellen, die einem wichtig sind und Kontakte zu Ansprechpartnern knüpfen. Auch die Unternehmensvertreter machen sich ein Bild vom Studenten. Ein positives Gespräch kann bei einer späteren Bewerbung für eine Bachelorarbeit helfen, denn dann hat der Personalverantwortliche bereits eine Person zur Bewerbung vor Augen.

Hat ein Unternehmen keine Bachelorarbeit ausgeschrieben, ist der persönliche Kontakt die einzige Möglichkeit, etwas über die Qualität des Unternehmens in Erfahrung zu bringen. Eine präzise und aussagekräftige Formulierung der Ausschreibung spricht nämlich dafür, dass ein Unternehmen bereits Erfahrung in der Betreuung von Bachelorarbeiten hat.

Bewerbung für eine Bachelorarbeit

Wer seine Bachelorarbeit in einem Unternehmen schreiben möchte, muss sich, genau wie bei einem Praktikum oder einer Festanstellung, bewerben. Vermutlich haben alle Studenten, die ihre Bachelorarbeit beginnen, bereits mindestens eine Bewerbung für ihr Praktikum geschrieben. Die Bewerbung für eine Bachelorarbeit unterscheidet sich in den Formalitäten nicht von einer Praktikumsbewerbung. Was ist dennoch anders?

Bei der Bewerbung Fristen beachten

In den meisten Studiengängen wie BWL, IT und Ingenieurwissenschaften gibt es ein festes Datum im Semester, zu dem das Thema der Bachelorarbeit eingereicht sein muss. Neben den Terminen für die Themenbekanntgabe gibt es auch weitere Fristen zu beachten: Bis zu welchem Termin muss ich die Bachelorarbeit anmelden? Gibt es nur ein bestimmtes Zeitfenster, in dem Bachelorarbeiten geschrieben werden dürfen? Habe ich die letzte Veranstaltung schon besucht, die ich für die Bachelorarbeit brauche?

Da Unternehmen im Allgemeinen sehr flexibel sind, was den Starttermin angeht, ist es empfehlenswert, sich an den Vorgaben der Hochschule zu orientieren.

Ein Thema vorschlagen

Manche Studenten haben bereits ein festes Wunschthema vor Augen, das aber vielleicht gerade von keinem Unternehmen angeboten wird. Oder aber das Unternehmen der Wahl hat momentan keine Abschlussarbeiten ausgeschrieben. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, selbst ein Thema vorzuschlagen.

Bevor man sich an das Bewerbungsschreiben setzt, ist es wichtig, sich selbst zu verdeutlichen, warum ausgerechnet dieses Thema für das Unternehmen wertvoll ist. Aus welchem Grund sollte genau diese Bachelorarbeit betreut werden? Um einschätzen zu können, ob das Unternehmen an dem Thema Interesse haben könnte, ist es auch notwendig, das Unternehmensprofil gut zu kennen.

Zusätzlich zu den normalen Unterlagen eines Bewerbungsschreibens kommt in diesem Fall eine Vorstellung des Themas der Bachelorarbeit. Dies kann in Form eines Exposés geschehen, das nicht länger als eine Seite sein sollte. Eine solche Beschränkung ist auch sinnvoll, um sich die Kernaspekte des Themas vor Augen zu führen und eventuell selbst ein genaueres Bild vom Inhalt zu bekommen.

Der Ansprechpartner für die Bewerbung

In den meisten Fällen wird in den Ausschreibungen ein Ansprechpartner für die Bewerbung genannt. Konnte man aber bereits Kontakte zu Unternehmensvertretern knüpfen und hat deren Kontaktdaten für eine Bewerbung genannt bekommen, ist man gut beraten, an diese Ansprechpartner zu schreiben. Im Anschreiben der Bewerbung kann dann auch auf den Zeitpunkt des Kennenlernens, beispielsweise ein Treffen auf der connecticum, verwiesen werden, damit der Ansprechpartner gleich ein Bild vor Augen hat.

Nach dem Bachelor

Viele Studenten stellen sich bereits vor Beginn des Schreibens der Bachelorarbeit die Frage, wie es nach dem Bachelor weitergehen soll. Lohnt es sich gleich in den Arbeitsmarkt einzusteigen oder soll ich doch lieber gleich im Anschluss den Master machen? Bekomme ich überhaupt eine Stelle? Was für Möglichkeiten habe ich, ins Berufsleben einzutreten?

Den Master machen

Von den Politikern als erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss konzipiert, ist noch immer eine große Unsicherheit vorhanden, ob ein Bachelor für den Berufseinstieg ausreichend ist. Viele Studenten beschließen deshalb bereits während der ersten Semester des Bachelors, den Master direkt an das Bachelorstudium anzuhängen.

Das kann aber vor allem für Studenten mit wenig Praxiserfahrung negative Folgen haben. Im Master ist die Wahl des Studienschwerpunktes viel freier als es im Bachelor der Fall war. Wer nun nicht weiß, wo in der Praxis seine Interessen liegen, läuft Gefahr, eine falsche Wahl zu treffen. Zudem gibt es besonders in den Bereichen IT, BWL und Ingenieurwissenschaften oft nicht nur den einen Master, den man machen kann. Häufig kommen mehrere Masterstudiengänge in Frage.

Weitere Informationen zum Master gibt es hier.

Den Direkteinstieg wagen

Der Direkteinstieg ist der häufigste Weg für Absolventen in den Beruf einzusteigen. Er bietet den Vorteil, dass man gleich voll im Berufsgeschehen ist und sich gänzlich auf die Arbeit in seiner Position einstellen kann. Denn anders als beim Traineeprogramm wird ein Direkteinsteiger für eine bestimmte Position eingestellt, es findet keine Rotation im Unternehmen statt.

Vor allem für Absolventen, die bereits über Berufserfahrung verfügen, ist der Direkteinstieg eine interessante Möglichkeit: Direkteinsteiger können oftmals schnell Verantwortung in ihrem Arbeitsbereich übernehmen.

Wie sich der Direkteinstieg gestaltet, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Einige stellen den Absolventen einen Mentor zur Seite, andere bieten Seminare zu berufsspezifischem Wissen an. In Online-Jobbörsen wie WIWIINGIT gibt es eine große Auswahl an Stellenangeboten für den Direkteinstieg.

Als Trainee durchstarten

Neben dem Direkteinstieg gibt es noch die Möglichkeit, als Trainee ins Berufsleben zu starten. Der Unterschied zum Direkteinstieg liegt vor allem in der Betreuung, die ein Absolvent durch das Unternehmen erhält.

In der Betriebswirtschaft hat das Traineeprogramm bereits seit vielen Jahrzehnten Tradition, vor allem im Bereich des Bankwesens. Durch die Einführung des Bachelors sind in den letzten Jahren auch Unternehmen aus den Bereichen IT und Ingenieurwissenschaften dazu übergegangen, Programme für Trainees zu schaffen. So können die Unternehmen und Absolventen die mangelnde Berufserfahrung etwas auffangen.

Plätze in Traineeprogrammen sind nicht so reichlich vorhanden wie Stellen für den Direkteinstieg. Das bedeutet aber nicht, dass es aussichtslos ist, sich als Trainee zu bewerben, wenn man keinen makellosen Abschluss hat. Oft zählen auch andere Fähigkeiten und Eigenschaften als nur die Abschlussnote. Alles über die Tätigkeit als Trainee gibt es hier.